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Fassade / System statt Einzelplatte

Schicht für
Schicht.

Ein WDVS ist ein abgestimmtes Fassadensystem. Der Dämmstoff ist nur ein Teil davon. Kosten und Qualität entscheiden sich auch am Untergrund, Sockel, Fenster und Dachrand.

Geprüft am 26. September 2026

Von innen nach außen

01
Bestehende Wand

Tragfähigkeit und Feuchte prüfen

02
Befestigung

Systemgerechter Kleber und Dübel

03
Dämmung

Material und Dicke aus Planung

04
Armierung

Gewebe und Mörtel

05
Oberfläche

Putz, Anstrich und Wasserführung

Illustration des Prinzips; die konkrete Ausführung richtet sich nach zugelassenem System und Bestand.

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Der Quadratmeterpreis wird erst brauchbar, wenn klar ist, welche Anschlüsse, Nebenarbeiten und Oberflächen darin stecken.

01 / Budget

Was kostet ein WDVS pro Quadratmeter?

co2online nennt für ein Wärmedämmverbundsystem am Altbau 160–200 €/m² Fassadenfläche als Orientierungswert inklusive Dämmstoff und Montage. Für eine tatsächlich zu bearbeitende Fläche von 120 m² ergibt die bloße Multiplikation 19.200–24.000 €. Das ist kein Angebot und nicht die Wohnfläche des Hauses.

Bauteilfläche

120 m²

Richtwert

160–200 €

Modellbetrag

19,2–24 T€

Gerüst, Untergrundreparatur, Fensterbänke, Laibungen, Sockel, Dachüberstand, Regenfallrohre und Entsorgung können je nach Quelle und Angebot unterschiedlich enthalten sein. Fragen Sie ausdrücklich nach, statt Pauschalen mehrfach oder gar nicht einzurechnen. Die hinterlüftete Vorhangfassade liegt in der co2online-Schätzung bei 180–300 €/m²; eine Kerndämmung kann bei geeignetem zweischaligem Mauerwerk deutlich günstiger sein, ist aber ein anderes Verfahren.

Fassadensanierung– was kostet das bei Ihnen?

Die Zahlen oben sind Richtwerte. Was Ihr Vorhaben kostet, rechnet der Betrieb, der es sich ansieht: kurz beschreiben, bis zu drei Angebote vergleichen. Für Sie kostenlos.

Angebote einholen

02 / Konstruktion

Warum die einzelnen Schichten zusammengehören

Ein WDVS besteht aus der vorbereiteten Bestandswand, abgestimmter Befestigung, Dämmplatten, Armierung und äußerer Oberfläche. Deutsches Institut für Bautechnik weist darauf hin, dass die Komponenten als System geprüft und bauaufsichtlich verwendbar sein müssen. Ein beliebiger Mix aus Dämmplatte, Dübel und Putz ist kein gleichwertiger Systemaufbau.

Die Fassade muss tragfähig und trocken sein. Risse, loser Altputz oder Feuchte sind vor der Montage zu klären. Das Angebot sollte den Untergrundzustand und die geplante Vorbereitung beschreiben. Prüfen Sie, wie viel Dachüberstand nach der Dämmung bleibt und wie Regenwasser an Fensterbank, Sockel und Abschlussprofilen sicher abgeführt wird.

03 / Material

EPS oder Mineralwolle? Die Systemfrage ist wichtiger

EPS kann eine wirtschaftliche Lösung sein; Mineralwolle bietet als nicht brennbarer Dämmstoff andere Brandschutzeigenschaften. Holzfaser und weitere Materialien kommen je nach System und Gebäude ebenfalls infrage. Entscheidend sind der geplante U-Wert, Platz, Brandanforderungen, Feuchte- und Schallschutz sowie die zugelassene Kombination der Komponenten.

Bei EPS-Systemen können nach Deutsches Institut für Bautechnik je nach Gebäudeklasse und Ausführung Brandschutzmaßnahmen wie Brandriegel notwendig sein. Eine einfache Höhenregel für jedes Haus wäre irreführend. Lassen Sie die brandschutztechnische Lösung in der Planung benennen. Materialpreise allein verraten nicht den fertigen Quadratmeterpreis.

04 / Details

Fenster, Sockel und Dachrand sind die kritischen Stellen

Fenster

Laibungen, Einbaulage, Fensterbänke und Rollladenkästen so planen, dass Wärmebrücken und Wasserwege beherrscht werden.

Sockel

Spritzwasser, Geländeanschluss, vorhandene Abdichtung und geeignete Sockeldämmung klären.

Dachrand

Dachüberstand, Traufe, Ortgang und Rinnenhalter an die neue Fassadendicke anpassen.

Anbauten

Balkone, Vordächer, Fallrohre und Leitungen samt Befestigung und Abdichtung berücksichtigen.

Steht ohnehin ein Gerüst für Putz oder Anstrich, lohnt sich die Prüfung der Dämmung im selben Arbeitsgang. Die Verbraucherzentrale rät, Fenster und Fassade möglichst aufeinander abzustimmen. Getrennte Maßnahmen können später doppelte Laibungs- und Anschlussarbeiten verursachen.

Gesetz und Förderprogramm verlangen nicht dasselbe

Beim Anbringen einer Außendämmung und bestimmten anderen Fassadenarbeiten greifen unter den Voraussetzungen von § 36 GModG die Werte der Anlage 7: Für eine typische erfasste Außenwand gilt U ≤ 0,24 W/(m²K). Änderungen bis einschließlich zehn Prozent der gesamten Außenwand-Bauteilgruppe sind ausgenommen. Ein neuer Anstrich allein ist keiner der dort genannten Auslöser. Die Anlage enthält außerdem technische und Bestandsausnahmen.

Für eine BEG-Förderung sind die aktuellen technischen Mindestanforderungen gesondert zu prüfen; der gesetzliche Wert allein genügt nicht als Förderbeleg. Der Energieeffizienz-Experte berechnet den nötigen Systemaufbau und dokumentiert die Voraussetzungen für genau dieses Gebäude. Eine feste Dämmstoffdicke und eine feste Förderquote für jedes Haus gibt es nicht.

06 / Zuschuss

BEG 2026: 15 Prozent Grundförderung

Das Bundeswirtschaftsministerium nennt für förderfähige Fassadendämmung 15 % Grundförderung. Seit 21. Juli 2026 gilt für den zusätzlichen iSFP-Bonus im Einfamilienhaus eine Mindestinvestition von 30.000 € je Antrag; fünf Prozent gibt es nur auf den darüberliegenden förderfähigen Betrag. Beim Modellprojekt für 19.200–24.000 € fällt somit nicht automatisch ein iSFP-Bonus an.

Förderfähige Kosten sind nicht automatisch identisch mit jeder Position des Bauangebots. Klären Sie technischen Nachweis, förderfähige Ausgaben, bedingten Vertrag und Antrag vor Beginn. Ein Werbeversprechen wie „25 % Zuschuss auf das komplette WDVS“ ist für September 2026 falsch.

07 / Angebotsvergleich

Diese Angaben machen Angebote vergleichbar

Bitten Sie um Angaben zu Fassadenfläche, Bestandswand, Untergrundvorbereitung, Systemhersteller und zugelassenem Aufbau, Dämmstoff und Stärke, geplantem U-Wert, Befestigung und Brandschutz. Dazu gehören Gerüst und Standzeit, Sockel, Fensterlaibungen und -bänke, Dachrand, Fallrohre, Beschichtung, Entsorgung und die Dokumentation nach Abschluss.

Fragen Sie, welche Leistungen Festpreis sind und welche erst nach Öffnung des Bestands berechnet werden. Ein Angebot für eine glatte, trockene Wand ist nicht mit einem Angebot für eine sanierungsbedürftige Fassade vergleichbar. Teilen Sie Fotos von allen Gebäudeseiten sowie grobe Maße und vorhandene Schäden schon bei der Anfrage mit.

Systemnachweis und Abnahme gehören in den Auftrag

Ein WDVS besteht aus zusammengehörenden Komponenten. Lassen Sie Produktnamen, Befestigung, Systemnachweis und die für das Haus erforderliche Brandschutzlösung dokumentieren. Ein Austausch gegen beliebige günstigere Platten, Kleber oder Armierung ist keine gleichwertige Alternative ohne Nachweis.

Vorher festlegen, wie der Betrieb unbekannte Putzschäden abrechnet und wie Anschlüsse fotografiert werden, bevor sie verdeckt sind. Bei der Abnahme interessieren nicht nur Farbe und glatte Fläche: Sockel und Fensterbänke müssen Wasser passend ableiten, Dach- und Balkonanschlüsse der Planung entsprechen und Durchdringungen sowie nachträglich montierte Bauteile systemgerecht ausgeführt sein.

Fordern Sie Hinweise für Kontrolle und Pflege sowie die Unterlagen für spätere Befestigungen an. Eine außen sichtbare Verschmutzung ist nicht automatisch ein Dämmversagen; Ursache und Wasserführung prüfen, bevor nur neu gestrichen wird. Regelmäßige Sichtkontrolle von Anschlüssen und Oberfläche gehört in die langfristige Kostenplanung.

Häufige Fragen

Kann ich Platten, Kleber und Putz frei kombinieren?

Ein WDVS ist eine abgestimmte Bauart. Komponenten und Befestigung müssen zum konkreten Systemnachweis passen. Ein beliebiger Austausch kann Ausführung, Dauerhaftigkeit und Nachweise infrage stellen.

Ist EPS für jedes Haus zulässig?

Material, System und Brandschutz sind gemeinsam zu planen. Gebäudeklasse, Bauart und einschlägige Nachweise entscheiden über die zulässige Ausführung und erforderliche Maßnahmen. Eine einzelne Höhen- oder Materialregel reicht nicht.

Sind 160 bis 200 Euro pro Quadratmeter ein vollständiger Angebotspreis?

Das ist ein Orientierungsmodell der Quelle. Ob Untergrund, Gerüst, Sockel, Fensterbänke, Dachrand, Fallrohre und Entsorgung enthalten sind, muss im konkreten Angebot geprüft werden. Die tatsächlich bearbeitete Fassadenfläche ist die Grundlage.

Quellen und Stand

Preisrahmen: co2online, Fassadendämmung. Planung und Gesetz: Verbraucherzentrale, Dämmung und GModG. System und Brandschutz: Deutsches Institut für Bautechnik. Fördertechnik: aktuelles BEG-Programm; Zuschuss und iSFP: BMWE und FAQ zum Bonus. Geprüft am 26. September 2026.

Was kostet das bei Ihnen?

Die Spannen oben sind Richtwerte. Den Preis für Ihr Vorhaben nennt Ihnen der Betrieb, der es sich ansieht. Beschreiben Sie es kurz, Sie erhalten bis zu drei Angebote zum Vergleich. Für Sie kostenlos.

Kostenlos · unverbindlich · höchstens drei Betriebe je Anfrage