Erneuerung in Hofschaftshäusern, Hausanschluss über Privatwege, Bestand der Ortskerne. Hier erfahren Sie, worauf es bei diesem Gewerk in Solingen ankommt.
Elektroinstallation · Solingen
Nordrhein-Westfalen
- Richtwert
- 80 bis 250 €/m²
- Bezogen auf
- Neuinstallation je Quadratmeter Wohnfläche: Altanlage raus, Schlitze, neue Leitungen, Zählerschrank, Steckdosen, Schalter, Messprotokoll
- Ausführung
- 7 bis 25 Tage als grober Phasenansatz, ohne Genehmigung und Lieferzeit
- Anfrage
- kostenlos, höchstens drei Betriebe
Solingen und Umgebung, unter anderem Wuppertal, Remscheid, Leverkusen, Haan, Hilden, Langenfeld, Leichlingen, Burscheid und Düsseldorf. Liegt Ihr Ort nicht dabei, fragen Sie trotzdem an — wir arbeiten deutschlandweit.
Elektrobetrieb in Solingen: worauf es im Bestand ankommt
Ein Punkt, der in Solinger Hofschaften regelmäßig für Verzögerung sorgt, ist der Hausanschluss. In gewachsenen Hausgruppen verläuft die Anschlussleitung häufig über fremden Grund oder gemeinsam für mehrere Gebäude, und sie ist oft alt und knapp bemessen. Wird sie verstärkt — etwa für eine Wärmepumpe oder eine Wallbox —, muss eine Leitung neu gezogen werden, und dafür wird auf einem Weg aufgegraben, der Ihnen womöglich nicht gehört. Das braucht die Zustimmung der Wegeberechtigten und gegebenenfalls eine Dienstbarkeit; beides hat Vorlaufzeit, die mit einem Elektrikertermin nichts zu tun hat. Die Reihenfolge, die hier Zeit spart, lautet deshalb: zuerst mit dem Netzbetreiber klären, was die vorhandene Leitung hergibt und was eine Verstärkung bedeuten würde, dann mit den Nachbarn sprechen, und erst danach die Technik im Haus planen. In den Häusern selbst gelten die bekannten Altbaubefunde: fehlender Schutzleiter, zu wenige Stromkreise, ein Zählerschrank ohne Platz. Wer ohnehin öffnet, sollte Leerrohre mitverlegen — im offenen Zustand kostet das fast nichts.
Mögliche Vorhaben: Erneuerung in Hofschaftshäusern, Hausanschluss über Privatwege, Bestand der Ortskerne.
Vor der Beauftragung in Solingen prüfen
Diese örtlichen Planungshilfen sind für Elektroinstallation relevant. Karten und Portale geben erste Hinweise; die konkrete Adresse und die geplante Maßnahme entscheiden.
Grenzen der Solinger Starkregenhinweiskarte berücksichtigen
Solingen erläutert im Vorsorgeflyer die Starkregengefahrenhinweiskarte des Bundes: Sie bildet oberflächlich abfließendes Wasser ab; Gewässerhochwasser, Grundhochwasser und Rückstau sind darin nicht berücksichtigt. Im Geoportal lassen sich Überflutungstiefe und Fließgeschwindigkeit für außergewöhnliche und extreme Ereignisse getrennt einschalten. Prüfen Sie an Hanggrundstücken daher auch, von welcher Seite Wasser zum Haus gelangen kann. Eine unauffällige Fläche auf der Karte entbindet nicht von der Prüfung von Leitungen und kleinen Geländedetails wie Mauern oder Kanten.
Für den Ortstermin: Karte mit gewähltem Ereignis und beiden Ebenen, Fotos der hangseitigen Anschlüsse sowie Verlauf und Zustand der Entwässerung.
Stadt Solingen: Flyer Überflutungsvorsorge und Modellgrenzen (PDF)↗Stadt Solingen: Starkregenhinweiskarte im Geoportal↗Amtliche Informationen redaktionell geprüft am 26.09.2026. Die verlinkte Stelle bestätigt den aktuellen Stand und den Prüfbedarf für Ihr Objekt.
Was es kostet
80 bis 250 €/m²
Neuinstallation je Quadratmeter Wohnfläche: Altanlage raus, Schlitze, neue Leitungen, Zählerschrank, Steckdosen, Schalter, Messprotokoll.
Ein typischer Orientierungswert liegt bei 120 €/m².
Günstiger wird es
Teilerneuerung statt Komplettaustausch liegt bei 60 bis 90 €/m², ebenso Aufputz oder Kabelkanal; ohnehin offene Wände sparen das Stemmen.
Teurer wird es
dichte Steckdosenbelegung, KNX-Bussystem mit 150 bis 300 €/m², Massivwände, Umbau von Netzanschluss und Zählerplatz je 1.000 bis 2.400 € zusätzlich.
Die Preisorientierung gilt bundesweit. Für Solingen liegt keine eigene Preisstichprobe vor. Material, Untergrund, Zugang und Umfang Ihrer Arbeiten bestimmen das Angebot nach dem Ortstermin.
Elektroinstallation– was kostet das bei Ihnen?
Die Zahlen oben sind Richtwerte. Was Ihr Vorhaben kostet, rechnet der Betrieb, der es sich ansieht: kurz beschreiben, bis zu drei Angebote vergleichen. Für Sie kostenlos.
Anfahrt in Solingen und Umgebung
Der Umkreis reicht von Wuppertal, Remscheid und Haan über Hilden, Langenfeld und Leichlingen bis Burscheid, Leverkusen und an den Düsseldorfer Rand. Innerhalb der Stadt liegen die fünf alten Ortskerne weit auseinander, und das Gelände ist bewegt. In den Hofschaften sind die Zuwegungen schmal, teils Privatwege, und ein großes Fahrzeug kommt oft nicht bis ans Haus. Für Gerüst, Container oder Möbellift auf öffentlichem Grund müssen Flächennutzung und mögliche Verkehrsmaßnahmen mit der zuständigen Stelle abgestimmt werden— und auf Nachbargrund die Abstimmung mit dem Eigentümer.
Beim Schlitzen entsteht Staub, und das Haus ist zeitweise ohne Strom. Für Zählerwechsel und Anschlussverstärkung ist der Netzbetreiber zuständig, mit eigenen Vorlaufzeiten. Führt die Leitung über fremden Grund, kommt die Abstimmung mit den Wegeberechtigten hinzu. Sagen Sie dazu, wo der Hausanschluss herkommt, wie viele Sicherungen im Verteiler sitzen und ob eine Wallbox oder Wärmepumpe geplant ist.
Wird öffentlicher Straßenraum gebraucht, sind Aufstellfläche, Zeitraum, Fußgängerführung und mögliche Verkehrsmaßnahmen mit der zuständigen Stelle zu klären. Eine Halteverbotszone sichert Parkraum; sie ersetzt keine Erlaubnis für Gerüst, Container oder andere Baustelleneinrichtungen. Vereinbaren Sie im Angebot, wer Abstimmung, Anträge, Beschilderung und Gebühren übernimmt.
Liegt Ihr Objekt weiter draußen, beschreiben Sie Ihr Vorhaben trotzdem. Dann suchen wir gezielt einen Betrieb, der näher dran ist; einer, der eine Stunde fährt, rechnet das ein.
Was der Betrieb wissen muss
Je genauer Ihre Beschreibung, desto belastbarer das Angebot. Für Ihr Vorhaben sind diese Angaben hilfreich:
- Wo kommt der Hausanschluss her?
- Führt er über fremden Grund?
- Wie viele Sicherungen sitzen im Verteiler?
- Ist eine Wallbox oder Wärmepumpe geplant?
Fotos helfen mehr als jede Beschreibung. Was Sie nicht wissen, lassen Sie offen — der Betrieb fragt nach.
Kontrollpunkte für Elektroinstallation
Bauzustände · Elektroinstallation
Prüfen, solange Sie noch hinsehen können.
Verdeckte Arbeiten lassen sich später nur mit Aufwand beurteilen. Vereinbaren Sie die passenden Kontrollpunkte mit dem Betrieb im Bauablauf.
- Das Aufmaß
- Anschlusspunkte und Stromkreise je Raum, Leitungslängen, Verteilungen und Großverbraucher; Wohnfläche nur als grobe Ergänzung.
- Vor Bestellung und Beginn
- Schutzmaßnahmen und nutzbare Teile der Altanlage prüfen lassen, bevor raumweiser Austausch festgelegt wird.
- Zählerplatz, Netzbetreiberarbeiten und das Schließen der Schlitze eindeutig zuordnen.
- Vor dem Schließen
- Leitungswege und Dosen fotografieren; Grenzen zwischen erhaltenen und erneuerten Stromkreisen dokumentieren.
- Bei der gemeinsamen Übergabe
- Prüfbericht und beschrifteten Stromkreisplan einschließlich neuer Schutzgeräte übergeben lassen.
- Anschlüsse und Bedienung mit dem Betrieb durchgehen; Sicherheitsmessungen übernimmt die Elektrofachkraft.
Was zu Elektroinstallation dazugehört
Diese Positionen stehen in einem vollständigen Angebot. Fehlt eine davon, fragen Sie nach — meist ist sie nicht entfallen, sondern kommt später als Nachtrag.
- 01.00Bestand aufnehmen: Zählerschrank, Schutzmaßnahme, Zahl der Stromkreise
- 02.00Planung, wo künftig Steckdosen, Schalter und Anschlüsse liegen sollen
- 03.00Schlitzen, Dosen setzen, Leitungen und Leerrohre verlegen
- 04.00Zählerschrank und Unterverteilung neu, Fehlerstromschutzschalter
- 05.00Steckdosen, Schalter, Leuchtenanschlüsse montieren
- 06.00Messen, Prüfprotokoll nach DIN VDE 0100-600, Übergabe
Wie lange es dauert
Die Ausführungsphasen summieren sich in diesem groben Ansatz auf 7 bis 25 Tage. Planung, Genehmigung, Lieferzeit und Wartezeiten zwischen Gewerken kommen je nach Vorhaben hinzu. Der Betrieb erstellt den verbindlichen Zeitplan.
- Bestandsaufnahme und Planung1–5 Tage
- Schlitzen und Dosen2–6 Tage
- Leitungen ziehen2–8 Tage
- Verteilung und Zählerschrank1–3 Tage
- Montage, Messung, Protokoll1–3 Tage
Drei Fehler, die teuer werden
Zu wenig vorausgedacht
Leitungen nachträglich zu ziehen kostet ein Vielfaches davon, sie bei offener Wand gleich mitzuverlegen. Überlegen Sie vor dem Schlitzen, was in den nächsten zehn Jahren dazukommt: Wallbox, Wärmepumpe, Arbeitsplatz, Außensteckdose. Ein Leerrohr kostet fast nichts, der nachträgliche Durchbruch sehr viel.
Kein Prüfprotokoll verlangt
Für die erneuerte Installation gehören die erforderlichen Prüfungen und deren Dokumentation zur Übergabe. Vereinbaren Sie den Prüfbericht und einen beschrifteten Stromkreisplan im Angebot. Das Protokoll dokumentiert den geprüften Zustand; es ersetzt keine spätere Wartung oder Prüfung bei Änderungen.
Alte Nullung übersehen
Bei älteren Anlagen können Schutzleiter und Neutralleiter noch gemeinsam geführt sein. Neue Verbraucher brauchen passende Stromkreise und Schutzmaßnahmen. Eine Elektrofachkraft muss festlegen, welche Teile bleiben können und wo erneuert oder getrennt werden muss. Daraus folgt nicht automatisch der Austausch der ganzen Wohnung.
Zuschüsse und Steuer
Eine allgemeine Elektroerneuerung hat keine pauschale BEG-Förderquote. Erforderliche Elektroarbeiten einer förderfähigen neuen Heizung sind im Heizungsprojekt zu prüfen. Nur notwendige und nach dem konkreten Programm anrechenbare Umfeldarbeiten können Teil einer geförderten energetischen Maßnahme sein; daraus folgt keine Förderung des gesamten Auftrags. Für BEG-Einzelmaßnahmen ist vor Antragstellung ein förderkonformer Liefer- oder Leistungsvertrag mit aufschiebender oder auflösender Bedingung erforderlich; Antrag vor Vorhabenbeginn. Technische Mindestanforderungen, Nachweise und förderfähigen Umfang vorab mit der Energieeffizienz-Expertise beziehungsweise dem ausführenden Betrieb klären. Für begünstigte Renovierungs-, Erhaltungs- und Modernisierungsarbeiten im bestehenden Haushalt kann § 35a EStG 20 Prozent der Arbeitskosten, höchstens 1.200 Euro jährlich je Haushalt, als Steuerermäßigung ermöglichen. Rechnung und Zahlung auf das Konto des Betriebs sind nötig; Material und Neubauarbeiten zählen nicht. Öffentlich bezuschusste Maßnahmen sind von dieser Handwerkerermäßigung ausgeschlossen.
So läuft es
- Sie beschreiben Ihr Vorhaben, etwa zwei Minuten.
- Wir suchen einen passenden Partnerbetrieb für Ihr Vorhaben in Solingen. Ihre Anfrage geben wir an höchstens drei passende Betriebe weiter.
- Der Betrieb meldet sich bei Ihnen und sieht sich die Sache an.
- Den Vertrag schließen Sie direkt mit dem Betrieb. bauenX führt selbst nichts aus.
Die Anfrage ist für Sie kostenlos und unverbindlich. Ob ein Betrieb verfügbar ist und was die Arbeit kostet, klären wir anhand Ihres konkreten Vorhabens.
Weitere Gewerke in Solingen
Häufige Fragen zu Elektroinstallation
Woran erkenne ich, dass die Elektrik erneuert werden muss?
Wiederkehrende Ausfälle, beschädigte Leitungen, fehlende Schutzmaßnahmen oder neue Großverbraucher sind Gründe für eine fachliche Bestandsprüfung. Schraubsicherungen oder wenige Steckdosen allein beweisen keine unsichere Anlage. Zustand, Schutz und geplanter Bedarf bestimmen den erforderlichen Umfang.
Kann man abschnittsweise erneuern?
Das kann möglich sein. Die Elektrofachkraft prüft zuvor Versorgung, Verteilung und Schutzmaßnahmen und legt sichere Schnittstellen zum Bestand fest. Der Zählerschrank muss nicht bei jeder Teilmaßnahme ausgetauscht werden; neue Verbraucher können aber eine Anpassung erforderlich machen.
Wie lange ist der Strom weg?
Beim Wechsel des Zählerschranks einige Stunden, den Termin macht der Netzbetreiber. Während der übrigen Arbeiten lässt sich meist mit Baustrom oder abschnittsweiser Abschaltung arbeiten.
Was kostet das bei Ihnen?
Die Spannen oben sind Richtwerte. Den Preis für Ihr Vorhaben nennt Ihnen der Betrieb, der es sich ansieht. Beschreiben Sie es kurz, Sie erhalten bis zu drei Angebote zum Vergleich. Für Sie kostenlos.
Kostenlos · unverbindlich · höchstens drei Betriebe je Anfrage
