Häuser der Wiederaufbaujahre aus Leichtbausteinen, Wohnungen in den Stadtteilen und Umbauten, bei denen Wände fallen sollen. Hier erfahren Sie, worauf es bei diesem Gewerk in Neuwied ankommt.
Komplettrenovierung · Neuwied
Rheinland-Pfalz
- Richtwert
- 600 bis 2.000 €/m²
- Bezogen auf
- Kernsanierung je Quadratmeter Wohnfläche: Entkernung, Entsorgung, komplett neue Leitungen für Elektro, Sanitär und Heizung, Trockenbau, Estrich, Bodenbeläge, Maler
- Ausführung
- 34 bis 115 Tage als grober Phasenansatz, ohne Genehmigung und Lieferzeit
- Anfrage
- kostenlos, höchstens drei Betriebe
Neuwied und Umgebung, unter anderem Koblenz, Andernach, Bendorf, Linz am Rhein, Unkel, Dierdorf, Rengsdorf und Bad Hönningen. Liegt Ihr Ort nicht dabei, fragen Sie trotzdem an — wir arbeiten deutschlandweit.
Sanierungsbetrieb in Neuwied: worauf es im Bestand ankommt
Bei einer Neuwieder Sanierung lohnt eine Frage, die auf keinem Angebot steht: Aus welchem Stein besteht die Wand? Das Neuwieder Becken ist das deutsche Bimsgebiet — der Ausbruch des Laacher-See-Vulkans hat hier vor rund 13.000 Jahren eine Bimsdecke hinterlassen, auf etwa 200 Quadratkilometern und in Schichtdicken bis zu sechs Metern, und daraus wurde ab den 1860er Jahren eine Industrie. Nach dem Zweiten Weltkrieg sind mit diesen Leichtbausteinen ganze Siedlungen gebaut worden. Für eine Sanierung hat das drei Folgen. Erstens tragen diese Wände anders: Ein Hohlblockstein aus Leichtbeton hat eine geringere Druckfestigkeit als ein Vollziegel, und was weggenommen werden darf, beurteilt ein Statiker und nicht das Klopfen. Zweitens hält in ihnen nicht jeder Dübel — dazu steht bei den einzelnen Gewerken mehr. Drittens ist der Wandbaustoff die Erklärung für viele Feuchte- und Befestigungsbefunde im Bestand, und wer ihn kennt, bekommt belastbare Angebote statt Schätzungen mit Vorbehalt. Welcher Stein verbaut ist, zeigt eine kleine Öffnung an einer unauffälligen Stelle.
Am häufigsten geht es dabei um Häuser der Wiederaufbaujahre aus Leichtbausteinen, Wohnungen in den Stadtteilen und Umbauten, bei denen Wände fallen sollen.
Was es kostet
600 bis 2.000 €/m²
Kernsanierung je Quadratmeter Wohnfläche: Entkernung, Entsorgung, komplett neue Leitungen für Elektro, Sanitär und Heizung, Trockenbau, Estrich, Bodenbeläge, Maler.
Ein typischer Orientierungswert liegt bei 1.100 €/m².
Günstiger wird es
Wohnung statt Haus, Gebäudehülle und Heizung bleiben unangetastet, Standardausstattung, kein Eingriff in den Grundriss.
Teurer wird es
Feuchte- oder Schadstoffbefund wie Asbest, Eingriff in die Statik, Denkmalschutz, energetische Pflichten nach GModG; 15 bis 20 Prozent Puffer sind üblich.
Das sind bundesweite Richtwerte aus unserem Ratgeber, keine Zahlen für Neuwied — eigene Erhebungen je Stadt haben wir nicht, und wir schreiben lieber nichts als etwas Ausgedachtes. Was Ihr Vorhaben kostet, rechnet der Betrieb, der es sich ansieht.
Komplettrenovierung– was kostet das bei Ihnen?
Die Zahlen oben sind Richtwerte. Was Ihr Vorhaben kostet, rechnet der Betrieb, der es sich ansieht: kurz beschreiben, bis zu drei Angebote vergleichen. Für Sie kostenlos.
Anfahrt in Neuwied und Umgebung
Koblenz liegt rheinaufwärts in Reichweite, Andernach und Bendorf noch näher, Linz und Unkel rheinabwärts, Dierdorf und Rengsdorf im Westerwald — der Umkreis von 30 km deckt das Neuwieder Becken und den Westerwaldrand ab. Innerhalb davon ist die Anfahrt für einen Neuwieder Betrieb Tagesgeschäft; in die Höhenlagen des Westerwaldes dauert es länger als die Kilometer vermuten lassen.
In den Wohngebieten der Wiederaufbaujahre sind Zufahrt, Treppenhäuser und Stellflächen großzügig, das ist hier selten das Problem. In den Stadtteilen am Westerwaldrand kommen Steigungen und schmalere Zufahrten dazu. Klären Sie, ob das Haus während der Arbeiten bewohnt bleibt und wo Container und Material stehen dürfen.
Liegt Ihr Objekt weiter draußen, beschreiben Sie Ihr Vorhaben trotzdem. Dann suchen wir gezielt einen Betrieb, der näher dran ist; einer, der eine Stunde fährt, rechnet das ein.
Was der Betrieb wissen muss
Je genauer Ihre Beschreibung, desto belastbarer das Angebot. Bei komplettrenovierung kommt es auf diese Punkte an:
- Wie viele Quadratmeter, und über wie viele Geschosse geht die Sanierung?
- Aus welchem Material sind die Wände, soweit bekannt?
- Sollen Wände entfernt oder versetzt werden?
- Aus welchem Jahr stammt das Gebäude?
Fotos helfen mehr als jede Beschreibung. Was Sie nicht wissen, lassen Sie offen — der Betrieb fragt nach.
Was zu Komplettrenovierung dazugehört
Diese Positionen stehen in einem vollständigen Angebot. Fehlt eine davon, fragen Sie nach — meist ist sie nicht entfallen, sondern kommt später als Nachtrag.
- 01.00Bestandsaufnahme, Schadstoffprüfung bei Bauzeiten vor 1995
- 02.00Entkernung und Entsorgung
- 03.00Grundriss: Wände entfernen oder ergänzen, Statik prüfen lassen
- 04.00Elektro und Sanitär komplett neu
- 05.00Estrich, Bodenbeläge, Innentüren
- 06.00Malerarbeiten, Feinreinigung, Abnahme
Wie lange es dauert
Die Ausführungsphasen summieren sich in diesem groben Ansatz auf 34 bis 115 Tage. Planung, Genehmigung, Lieferzeit und Wartezeiten zwischen Gewerken kommen je nach Vorhaben hinzu. Der Betrieb erstellt den verbindlichen Zeitplan.
- Planung und Genehmigung7–30 Tage
- Entkernung3–10 Tage
- Rohinstallation Elektro und Sanitär5–15 Tage
- Estrich und Trocknung7–28 Tage
- Ausbau und Oberflächen10–25 Tage
- Abnahme und Restarbeiten2–7 Tage
Drei Fehler, die teuer werden
Estrich-Trocknung nicht eingeplant
Zementestrich braucht je Zentimeter Dicke rund eine Woche, bei sechs Zentimetern also anderthalb Monate. Wer vorher Parkett verlegt, bekommt Schäden, die niemand bezahlt. Ein Feuchtemessprotokoll vor dem Bodenbelag ist Pflicht, kein Extra.
Tragende Wand ohne Statiker
Ob eine Wand trägt, sieht man ihr nicht an. Im Altbau tragen auch schlanke Innenwände. Ein Statiker kostet wenige hundert Euro, ein Riss in der Decke darüber ein Vielfaches.
Schadstoffe zu spät geprüft
Asbest in Fliesenkleber, Bodenbelag oder Spachtelmasse, PAK im Parkettkleber: bei Bauzeiten bis Mitte der Neunziger gehört eine Probe vor den Abbruch. Wird es beim Abriss entdeckt, steht die Baustelle und die Entsorgung wird deutlich teurer.
Zuschüsse und Steuer
Einzelmaßnahmen an der Gebäudehülle und Anlagentechnik fördert das BAFA seit der Neufassung der Bundesförderung vom 21. Juli 2026 mit 15 Prozent Grundförderung, bei höchstens 30.000 Euro förderfähigen Kosten je Wohneinheit. Alternativ ist eine energetische Sanierung nach §35c EStG über drei Jahre mit 20 Prozent absetzbar, höchstens 40.000 Euro je Objekt. Beides zusammen geht nicht.
So läuft es
- Sie beschreiben Ihr Vorhaben, etwa zwei Minuten.
- Wir geben die Anfrage an einen Partnerbetrieb weiter, der im Gebiet Neuwied arbeitet, höchstens an drei.
- Der Betrieb meldet sich bei Ihnen und sieht sich die Sache an.
- Den Vertrag schließen Sie direkt mit dem Betrieb. bauenX führt selbst nichts aus.
Die Anfrage ist für Sie kostenlos und unverbindlich. Ob ein Betrieb verfügbar ist und was die Arbeit kostet, klären wir anhand Ihres konkreten Vorhabens.
Weitere Gewerke in Neuwied
Häufige Fragen zu Komplettrenovierung
Kann man während der Sanierung wohnen bleiben?
Bei einer Kernsanierung kaum. Sobald Estrich und Leitungen angefasst werden, fehlen Wasser, Strom und Heizung. Bei abschnittsweiser Renovierung ist es möglich, verlängert die Bauzeit aber spürbar, weil jeder Abschnitt gesondert geschützt und gereinigt wird.
Was gehört in eine ordentliche Kostenaufstellung?
Jedes Gewerk einzeln mit Menge und Einheitspreis, dazu Entsorgung, Gerüst und Baustelleneinrichtung. Eine Pauschale ohne Mengen ist kein Angebot, sondern eine Hausnummer — Nachträge sind dann vorprogrammiert.
Wie viel Puffer sollte man einplanen?
Im Altbau zehn bis fünfzehn Prozent. Beim Öffnen von Decken und Wänden kommt regelmäßig zum Vorschein, was vorher niemand sehen konnte: morsche Balkenköpfe, alte Leitungen, Feuchte.
Was kostet das bei Ihnen?
Die Spannen oben sind Richtwerte. Den Preis für Ihr Vorhaben nennt Ihnen der Betrieb, der es sich ansieht. Beschreiben Sie es kurz, Sie erhalten bis zu drei Angebote zum Vergleich. Für Sie kostenlos.
Kostenlos · unverbindlich · höchstens drei Betriebe je Anfrage

