Wohnungen, die vor dem Einzug hergerichtet werden, und Kernsanierungen im Altbau. Hier erfahren Sie, worauf es bei diesem Gewerk in Hamburg ankommt.
Komplettrenovierung · Hamburg
Hamburg
- Richtwert
- 600 bis 2.000 €/m²
- Bezogen auf
- Kernsanierung je Quadratmeter Wohnfläche: Entkernung, Entsorgung, komplett neue Leitungen für Elektro, Sanitär und Heizung, Trockenbau, Estrich, Bodenbeläge, Maler
- Ausführung
- 34 bis 115 Tage als grober Phasenansatz, ohne Genehmigung und Lieferzeit
- Anfrage
- kostenlos, höchstens drei Betriebe
Hamburg und Umgebung, unter anderem Norderstedt, Pinneberg, Ahrensburg, Wedel, Reinbek, Buxtehude, Elmshorn, Stade und Lüneburg. Liegt Ihr Ort nicht dabei, fragen Sie trotzdem an — wir arbeiten deutschlandweit.
Sanierungsbetrieb in Hamburg: worauf es im Bestand ankommt
Vor jeder größeren Sanierung in Hamburg steht die Frage nach der Sozialen Erhaltungsverordnung. In mehr als einem Dutzend Gebieten, darunter Teile von St. Pauli, dem Schanzenviertel, Ottensen und Eimsbüttel, sind bauliche Veränderungen genehmigungspflichtig, die den Wohnstandard über das Übliche heben. Das betrifft genau die Dinge, die man bei einer Kernsanierung ohnehin vorhat: Grundrisse öffnen, ein zweites Bad einbauen, einen Balkon anhängen. Die Genehmigung ist nicht ausgeschlossen, aber sie gehört an den Anfang der Planung, nicht ans Ende. Bautechnisch ist der Hamburger Altbau berechenbar und unangenehm zugleich: Vollziegelwände, Holzbalkendecken mit Sandschüttung als Schallschutz, und in den Wänden Leitungen aus mehreren Jahrzehnten übereinander. Wer die Schüttung ausbaut, um Leitungen zu führen, nimmt dem Haus den Schallschutz und muss ihn ersetzen. Und man sollte einkalkulieren, dass beim Öffnen der Decken mehr zum Vorschein kommt als geplant, besonders an den Balkenköpfen in den Außenwänden.
Mögliche Vorhaben: Wohnungen, die vor dem Einzug hergerichtet werden, und Kernsanierungen im Altbau.
Vor der Beauftragung in Hamburg prüfen
Diese örtlichen Planungshilfen sind für Komplettrenovierung relevant. Karten und Portale geben erste Hinweise; die konkrete Adresse und die geplante Maßnahme entscheiden.
Wärmeportal vor der Heizungsentscheidung nutzen
Hamburg veröffentlicht die Karten seiner kommunalen Wärmeplanung im Wärmeportal; es hat das frühere Wärmekataster abgelöst. Sehen Sie dort nach, welche Versorgungsperspektive für Ihre Adresse dargestellt ist. Eine Gebietseignung ersetzt kein Anschlussangebot: Lassen Sie einen möglichen Wärmenetzanschluss mit Termin, Anschlusskosten und laufendem Tarif bestätigen und vergleichen Sie ihn mit einer auf das Gebäude ausgelegten Wärmepumpe.
Für den Ortstermin: Bisheriger Verbrauch, Heizflächen und Vorlauftemperaturen sowie eine schriftliche Auskunft des Netzbetreibers, falls ein Wärmenetz infrage kommt.
Stadt Hamburg: Wärmeportal↗Amtliche Informationen redaktionell geprüft am 26.09.2026. Die verlinkte Stelle bestätigt den aktuellen Stand und den Prüfbedarf für Ihr Objekt.
Was es kostet
600 bis 2.000 €/m²
Kernsanierung je Quadratmeter Wohnfläche: Entkernung, Entsorgung, komplett neue Leitungen für Elektro, Sanitär und Heizung, Trockenbau, Estrich, Bodenbeläge, Maler.
Ein typischer Orientierungswert liegt bei 1.100 €/m².
Günstiger wird es
Wohnung statt Haus, Gebäudehülle und Heizung bleiben unangetastet, Standardausstattung, kein Eingriff in den Grundriss.
Teurer wird es
Feuchte- oder Schadstoffbefund wie Asbest, Eingriff in die Statik, Denkmalschutz, energetische Pflichten nach GModG; 15 bis 20 Prozent Puffer sind üblich.
Die Preisorientierung gilt bundesweit. Für Hamburg liegt keine eigene Preisstichprobe vor. Material, Untergrund, Zugang und Umfang Ihrer Arbeiten bestimmen das Angebot nach dem Ortstermin.
Komplettrenovierung– was kostet das bei Ihnen?
Die Zahlen oben sind Richtwerte. Was Ihr Vorhaben kostet, rechnet der Betrieb, der es sich ansieht: kurz beschreiben, bis zu drei Angebote vergleichen. Für Sie kostenlos.
Anfahrt in Hamburg und Umgebung
Anfragen sind auch aus dem Umland möglich, etwa aus Pinneberg, Elmshorn, Buxtehude oder Lüneburg. Geben Sie bei einem Hamburger Projekt die Elbseite und den genauen Lieferzugang an. Für Höfe sind Durchfahrtshöhe, Breite und Tragfähigkeit zu prüfen; eine Gartenfläche ist keine zugesicherte Kranstellfläche. Bei Nutzung von Gehweg oder Straße sind die erforderliche Erlaubnis und eine mögliche Verkehrsregelung vorab mit der zuständigen Stelle zu klären.
Eine Sanierung im bewohnten Haus läuft in Hamburg fast immer über ein Treppenhaus ohne Aufzug, und dessen Zustand ist danach regelmäßig Streitpunkt, wenn er vorher nicht mit Fotos festgehalten wurde. Für Container und Anlieferung braucht es eine vorab abgestimmte Aufstellfläche. Klären Sie früh, ob im Hof Platz ist, ob es einen Hinterausgang gibt und ob die Wohnung während der Arbeiten leer steht. Eine leere Wohnung verkürzt die Bauzeit erheblich.
Wird öffentlicher Straßenraum gebraucht, sind Aufstellfläche, Zeitraum, Fußgängerführung und mögliche Verkehrsmaßnahmen mit der zuständigen Stelle zu klären. Eine Halteverbotszone sichert Parkraum; sie ersetzt keine Erlaubnis für Gerüst, Container oder andere Baustelleneinrichtungen. Vereinbaren Sie im Angebot, wer Abstimmung, Anträge, Beschilderung und Gebühren übernimmt.
Liegt Ihr Objekt weiter draußen, beschreiben Sie Ihr Vorhaben trotzdem. Dann suchen wir gezielt einen Betrieb, der näher dran ist; einer, der eine Stunde fährt, rechnet das ein.
Was der Betrieb wissen muss
Je genauer Ihre Beschreibung, desto belastbarer das Angebot. Für Ihr Vorhaben sind diese Angaben hilfreich:
- Wie viele Quadratmeter, und soll der Grundriss verändert werden?
- Liegt die Wohnung in einem Gebiet mit Sozialer Erhaltungsverordnung?
- Sollen Elektrik und Leitungen mit erneuert werden?
- Steht die Wohnung leer, oder wird während der Arbeiten gewohnt?
Fotos helfen mehr als jede Beschreibung. Was Sie nicht wissen, lassen Sie offen — der Betrieb fragt nach.
Kontrollpunkte für Komplettrenovierung
Bauzustände · Komplettrenovierung
Prüfen, solange Sie noch hinsehen können.
Verdeckte Arbeiten lassen sich später nur mit Aufwand beurteilen. Vereinbaren Sie die passenden Kontrollpunkte mit dem Betrieb im Bauablauf.
- Das Aufmaß
- Arbeiten und Mengen je Raum und Gewerk; erhaltene Bauteile und neue Flächen im Plan unterscheiden.
- Vor Bestellung und Beginn
- Tragwerk, Leitungen, Bauhistorie und Schadstoffverdacht vor dem Rückbau klären.
- Baufolge, Bewohnbarkeit, Koordination und Freigabe zusätzlicher Befunde schriftlich festlegen.
- Vor dem Schließen
- Leitungen, Abdichtung, Dämmung und Verstärkungen vor Wiederaufbau dokumentieren lassen; Freigaben je Gewerk abstimmen.
- Bei der gemeinsamen Übergabe
- Raumweise mit den Leistungsbeschreibungen prüfen und offene Punkte mit Zuständigkeit protokollieren.
- Prüf-, Produkt- und Pflegeunterlagen aller Gewerke gebündelt erhalten.
Was zu Komplettrenovierung dazugehört
Diese Positionen stehen in einem vollständigen Angebot. Fehlt eine davon, fragen Sie nach — meist ist sie nicht entfallen, sondern kommt später als Nachtrag.
- 01.00Bestandsaufnahme, Bauhistorie und anlassbezogene Schadstofferkundung vor Rückbau
- 02.00Entkernung und Entsorgung
- 03.00Grundriss: Wände entfernen oder ergänzen, Statik prüfen lassen
- 04.00Elektro und Sanitär komplett neu
- 05.00Estrich, Bodenbeläge, Innentüren
- 06.00Malerarbeiten, Feinreinigung, Abnahme
Wie lange es dauert
Die Ausführungsphasen summieren sich in diesem groben Ansatz auf 34 bis 115 Tage. Planung, Genehmigung, Lieferzeit und Wartezeiten zwischen Gewerken kommen je nach Vorhaben hinzu. Der Betrieb erstellt den verbindlichen Zeitplan.
- Planung und Genehmigung7–30 Tage
- Entkernung3–10 Tage
- Rohinstallation Elektro und Sanitär5–15 Tage
- Estrich und Trocknung7–28 Tage
- Ausbau und Oberflächen10–25 Tage
- Abnahme und Restarbeiten2–7 Tage
Drei Fehler, die teuer werden
Estrich-Trocknung nicht eingeplant
Die Trocknung hängt unter anderem von Estrichart, Dicke, Raumklima und Bauablauf ab. Zentimeter-Wochen-Regeln sind keine Freigabe für den Belag. Stimmen Sie Trocknung, gegebenenfalls Heizprogramm und dokumentierte Belegreifeprüfung mit Estrichleger und nachfolgendem Gewerk ab.
Tragende Wand ohne Statiker
Ob eine Wand trägt, sieht man ihr nicht an. Im Altbau tragen auch schlanke Innenwände. Ein Statiker kostet wenige hundert Euro, ein Riss in der Decke darüber ein Vielfaches.
Schadstoffe zu spät geprüft
Bauhistorie und geplante Eingriffe bestimmen die Schadstofferkundung. Bei Baubeginn vor dem 31. Oktober 1993 ist Asbestverdacht zu berücksichtigen; auch alte Kleber oder Holzschutzmittel können andere Schadstoffe enthalten. Prüfen lassen, bevor geschliffen, gebohrt oder abgebrochen wird.
Zuschüsse und Steuer
Bei einer Komplettsanierung einzelne förderfähige energetische Maßnahmen von allgemeinem Innenausbau und Ausstattung trennen. Eine Grundförderquote gilt nicht pauschal für die gesamte Rechnung. An der Gebäudehülle sind 15 Prozent Grundförderung über das BAFA möglich; die Basis-Kostenobergrenze liegt bei 30.000 Euro je Wohneinheit. Für iSFP-Fälle gelten besondere Kosten- und Bonusregeln, seit Juli 2026 auch eine Mindestinvestition; den eigenen Fall anhand der aktuellen BEG-Regeln prüfen. Für BEG-Einzelmaßnahmen ist vor Antragstellung ein förderkonformer Liefer- oder Leistungsvertrag mit aufschiebender oder auflösender Bedingung erforderlich; Antrag vor Vorhabenbeginn. Technische Mindestanforderungen, Nachweise und förderfähigen Umfang vorab mit der Energieeffizienz-Expertise beziehungsweise dem ausführenden Betrieb klären. Alternativ kann § 35c EStG bei einem selbst genutzten eigenen Gebäude über zehn Jahre und erfüllten technischen Voraussetzungen bis zu 20 Prozent über drei Jahre, höchstens 40.000 Euro je Objekt, ermöglichen. Die vorgeschriebene Bescheinigung ist nötig; dieselbe Maßnahme nicht mit öffentlichem Zuschuss oder § 35a kombinieren. Für begünstigte Renovierungs-, Erhaltungs- und Modernisierungsarbeiten im bestehenden Haushalt kann § 35a EStG 20 Prozent der Arbeitskosten, höchstens 1.200 Euro jährlich je Haushalt, als Steuerermäßigung ermöglichen. Rechnung und Zahlung auf das Konto des Betriebs sind nötig; Material und Neubauarbeiten zählen nicht. Öffentlich bezuschusste Maßnahmen sind von dieser Handwerkerermäßigung ausgeschlossen.
So läuft es
- Sie beschreiben Ihr Vorhaben, etwa zwei Minuten.
- Wir suchen einen passenden Partnerbetrieb für Ihr Vorhaben in Hamburg. Ihre Anfrage geben wir an höchstens drei passende Betriebe weiter.
- Der Betrieb meldet sich bei Ihnen und sieht sich die Sache an.
- Den Vertrag schließen Sie direkt mit dem Betrieb. bauenX führt selbst nichts aus.
Die Anfrage ist für Sie kostenlos und unverbindlich. Ob ein Betrieb verfügbar ist und was die Arbeit kostet, klären wir anhand Ihres konkreten Vorhabens.
Weitere Gewerke in Hamburg
Häufige Fragen zu Komplettrenovierung
Kann man während der Sanierung wohnen bleiben?
Bei einer Kernsanierung kaum. Sobald Estrich und Leitungen angefasst werden, fehlen Wasser, Strom und Heizung. Bei abschnittsweiser Renovierung ist es möglich, verlängert die Bauzeit aber spürbar, weil jeder Abschnitt gesondert geschützt und gereinigt wird.
Was gehört in eine ordentliche Kostenaufstellung?
Entweder nachvollziehbare Mengen und Einheitspreise oder eine genaue Leistungsbeschreibung für die vereinbarte Pauschale. Entscheidend sind derselbe Zielzustand, ausdrücklich enthaltene Nebenleistungen und klare Annahmen zum Bestand. Zusatzbefunde sollten vor Ausführung mit Umfang, Preis und Terminwirkung abgestimmt werden.
Wie viel Puffer sollte man einplanen?
Im Altbau zehn bis fünfzehn Prozent. Beim Öffnen von Decken und Wänden kommt regelmäßig zum Vorschein, was vorher niemand sehen konnte: morsche Balkenköpfe, alte Leitungen, Feuchte.
Was kostet das bei Ihnen?
Die Spannen oben sind Richtwerte. Den Preis für Ihr Vorhaben nennt Ihnen der Betrieb, der es sich ansieht. Beschreiben Sie es kurz, Sie erhalten bis zu drei Angebote zum Vergleich. Für Sie kostenlos.
Kostenlos · unverbindlich · höchstens drei Betriebe je Anfrage

